Hallo! Ich bin Jonatan Miarecki, ein Softwareentwickler und Forscher mit Sitz in Deutschland. Meine Arbeit liegt an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz, kognitiver Informatik und eingebetteten Systemen. Ich interessiere mich für die Entwicklung von Software, die reale Probleme löst und eng in die zugrunde liegende Hardware integriert ist.

Diese Website ist mein persönliches Portfolio. Ich nutze sie, um meine Forschung zu dokumentieren, Open-Source-Infrastruktur aufzubauen und meinen Entwicklungsprozess zu protokollieren. Ich schreibe auf Englisch, Deutsch und Polnisch.

Softwareentwicklung aus Grundprinzipien

Ich betrachte Software als ein physisches, materielles System und nicht nur als Codezeilen. Mein Weg begann mit dem Bau von Radios aus Snap Circuits und der Programmierung von Lego Mindstorms EV3. Dabei erkannte ich schnell, dass Code erst dann mächtig wird, wenn er physische Geräte direkt steuert. Um robuste, skalierbare Software zu schreiben, muss man das zugrunde liegende Silizium verstehen.

Dieser Ansatz basiert auf einem starken Fundament in Physik und Informatik. Während der Schulzeit schloss ich den Kurs CS50x der Harvard University ab, was meine Programmiergrundlagen festigte. Nach meinem Schulabschluss zeichnete mich die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Juli 2025 mit dem DPG-Abiturpreis für meine Leistungen in der Physik aus. Diese Erfahrungen prägen, wie ich rechnerische Probleme analysiere. Anstatt sie als abstrakte Übungen zu betrachten, suche ich nach den konkreten mathematischen und physikalischen Grenzen, die das Machbare definieren.

Um mein Verständnis der Hardware-Ebene zu vertiefen, baute ich eine voll funktionsfähige 8-Bit-CPU in Logisim komplett von Grund auf. Ich implementierte eine mikroprogrammierte Harvard-Architektur und schrieb einen eigenen Python-Assembler. Diese Übung zwang mich zur Entwicklung einer strikten Methodik für die Speicherverwaltung und half mir, die gesamte Kette von Elektronen bis hin zu Algorithmen zu verstehen.

Hardware, Software und lokales Computing

Heute liegt mein Hauptfokus auf der Softwareentwicklung für eine Vielzahl von Anwendungen, von Web-Dashboards und KI-Integrationen bis hin zu Embedded-Firmware und IoT-Infrastruktur. Meine primären Programmiersprachen sind TypeScript (für das Web), Python, C++, Rust und C, wobei ein starker Schwerpunkt auf der Entwicklung von speichersicherem und performantem Code liegt. Auf der Hardwareseite schreibe ich häufig benutzerdefinierte Firmware für ESP32-Mikrocontroller. Sie sind meine bevorzugte Plattform, um lokale Smart-Home-Ideen in die physische Welt zu übertragen.

Ich setze mich stark für Open-Source-Software und lokale Datenverarbeitung ein. Moderne Infrastruktur sollte überprüfbar und selbst gehostet sein sowie nach Möglichkeit unabhängig von intransparenten Cloud-Anbietern betrieben werden. Ich entwickle aktiv Open-Source-Tools für datenschutzorientierte Systeme, einschließlich Software Defined Radios, lokaler API-Endpunkte und WebUSB-fähiger Hardware-Controller. Die Philosophie hinter diesen Projekten ist simpel: Der Nutzer behält die Kontrolle, und die Daten werden so nah wie möglich an ihrem Entstehungsort verarbeitet.

Studium und angewandte Softwareforschung

Ich begann mein Universitätsstudium frühzeitig über das Programm Studieren ab 15 an der Universität Bielefeld im Oktober 2023 und absolvierte vier Semester Informatik, während ich noch zur Schule ging. Derzeit arbeite ich an meinem Bachelor-Abschluss in Künstlicher Intelligenz und Kognitiver Informatik und verfolge parallel unabhängige Softwareprojekte.

Meine Forschung konzentriert sich darauf, wie Kognitionsmodelle das Design intelligenter Softwaresysteme beeinflussen können. Während der Workshops des Bundeswettbewerbs Informatik 2025 an der TU Dortmund programmierten mein Team und ich autonome Agenten für ein Robocode-Turnier. Wir implementierten Vision-Tracking und Bewegungslogik unter eingeschränkten Radarbedingungen und verzichteten bewusst auf vorgefertigte Strategien. So konnten wir den Abstand zwischen theoretischer KI und echtzeitfähiger, hardwarenaher Ausführung untersuchen. Ich hielt zudem einen Vortrag über den Ansatz und die technische Umsetzung unseres Teams. Meine Forschungsergebnisse veröffentliche ich, wann immer möglich, im Open Access.

Funk, Sensoren und die physikalische Schicht

Meine außerschulischen Aktivitäten sind eine direkte Fortsetzung meiner softwaretechnischen Arbeitsweise. Ich bin aktiver Funkamateur mit dem Rufzeichen DN9AJ (Klasse N), ein Engagement, über das in der Neuen Westfälischen berichtet wurde, und lerne derzeit für die CEPT-Lizenz. Ich dekodierte SSTV-Bildübertragungen der Internationalen Raumstation mithilfe von Doppler-Verschiebungs-Tracking. Für diese Arbeit erhielt ich eine physische Postkarte der ISS-Crew. Diese Aktivitäten inspirierten mich zum Bau eines eigenen Open-Source-SSTV-Encoders/Decoders. Das Projekt integriert SDR-Techniken mit einem WebSDR-Frontend und ermöglicht Echtzeit-Signalverarbeitung sowie browserbasierte Visualisierung ohne serverseitiges Backend.

Ich besitze eine A1/A3-Drohnenlizenz, die mir praktische Erfahrung mit räumlicher Wahrnehmung aus der Luft, mobiler Sensortelemetrie und autonomer Navigationssoftware einbringt. Beim Hardware-Prototyping entwerfe und drucke ich individuelle Gehäuse mit meinem Prusa i3 MK3S. Die Modelle erstelle ich in OpenSCAD, Shapr3D oder Siemens Solid Edge.

Außerhalb der Technikwelt verfolge ich einen internationalen Ansatz: Ich spreche fließend Englisch, Deutsch und Polnisch, spreche Französisch und lerne derzeit Italienisch. Ich schwimme regelmäßig und besitze das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen Silber, das international als ILS Lifesaver anerkannt ist. Außerdem bin ich Langstreckenläufer und Skifahrer (🇵🇱🇨🇭).

Kontakt

Ich bin offen für die Zusammenarbeit bei Softwareprojekten, in der angewandten Forschung oder an Open-Source-Infrastrukturen. Mein Code ist auf GitHub verfügbar, und mein akademischer Werdegang lässt sich über ORCID einsehen.

Kontaktieren Sie mich per E-Mail unter jonatan@miarecki.eu oder via Matrix unter @jonatan:miarecki.eu.

Ich befürworte verschlüsselte Kommunikation. Sie können meinen S/MIME Public Key oder meinen PGP Public Key verwenden. Der PGP-Schlüssel ist automatisch über meinen selbst gehosteten WKD-Endpunkt abrufbar. Ich habe einen technischen Beitrag zur Einrichtung eines Web Key Directory geschrieben, in dem die Mechanismen der dezentralen Identitätsprüfung erläutert werden.

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